Das Daffodil Project ist eine weltweite, lebendige Holocaust-Gedenkstätte, die mit dem Pflanzen von 1,5 Millionen Narzissenzwiebeln an die im Holocaust ermordeten jüdischen Kinder erinnert und zugleich ein Zeichen gegen das Vergessen, für Hoffnung und Menschlichkeit setzt. Jede Zwiebel steht symbolisch für ein Kind, dessen Name, Persönlichkeit, Träume und Hoffnungen nicht in Vergessenheit geraten sollen; zugleich richtet das Projekt den Blick auf Kinder in heutigen humanitären Krisen, ohne deren Schicksale mit dem Holocaust gleichzusetzen. An der Staatlichen Realschule Schöllnach pflanzten nun Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Ramona Eckmüller 500 aus den USA stammende Narzissenzwiebeln, unterstützt von verschiedenen Schülergruppen, Lehrkräften und Hausmeister Johannes Klessinger. Die gelben Narzissen stehen für Neubeginn, Widerstandskraft und Hoffnung; ihre sechs Blütenblätter erinnern bewusst an den gelben Judenstern als Zeichen der Ausgrenzung während der NS-Zeit. Die Pflanzaktion bildete den Auftakt zu einem schulischen Demokratieprojekt, das im Februar mit einem Zeitzeugenvortrag von René Kaufmann und dem Workshop „Parolen Paroli bieten“ fortgesetzt und im April mit einer schulischen Gedenkstunde abgeschlossen wird.